Senegal

Projekte

Die laufenden Projekte im Senegal sind etwas ganz Besonderes. Das Modell besteht darin, auf zuvor bewirtschaftetem Land sogenannte „Waldgärten“ anzulegen. Rund um diese (üblicherweise ca. 1 Hektar großen) Parzellen pflanzen die Bauern große lebende Zäune aus Bäumen an. Anschließend füllen sie die Fläche dazwischen mit einer Vielzahl von Gemüsesorten und Obstbäumen wie Papaya, Cashew, Jujube, Mango, Aubergine, Okra, Maniok, Tomate, Chilipflanzen und vielem mehr. Waldgärten variieren stark von Ort zu Ort. Der Waldgarten soll dem Landwirt eine Flucht aus der Selbstversorgungswirtschaft bieten und gleichzeitig sicherstellen, dass er dank Obst und Gemüse, das zu verschiedenen Jahreszeiten reift, das ganze Jahr über ein Einkommen beziehen kann.

Trees Planted

Waiting to be planted

Total Trees

Warum Senegal?

Bäume pflanzen in Senegal

Das Land Senegal in Westafrika sieht sich einer immer weiter eindringenden Wüste gegenüber, weil die Sahara sich langsam gen Süden ausbreitet. Die armen ländlichen Bauerngemeinden rund um die Stadt Kaffrine sind infolgedessen einer zunehmenden Versteppung und Verschlechterung ihres Bodens ausgesetzt. Diese Versteppung, die durch eine Kombination aus von Menschen verursachten und natürlichen Faktoren verursacht wird, wird noch verschärft, weil die Landnutzungspraktiken vor Ort nicht nachhaltig sind. Die verbleibenden Bäume, die vereinzelt am Horizont zu erkennen sind, sind alles, was vom einst blühenden Waldökosystem der Sahelzone übrig geblieben ist. Die letzten erwachsenen einheimischen Obstbäume sterben langsam ab, und es ist sehr selten, dass man noch einen jungen Affenbrotbaum-, Tamarinden- oder Buschmangosetzling findet. In dieser stark geschwächten Region ist die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung, als primäre und oft einzige Einnahmequelle, in der Landwirtschaft tätig. Das durchschnittliche Einkommen ländlicher Haushalte im ländlichen Senegal liegt zwischen 10 $ im Monat und 50 $ im Monat.

Während die Waldressourcen vor Ort für Holzbrennstoffe und Zaunmaterialien erschöpft werden, verschärft die Überweidung durch Tiere die Probleme noch, indem die natürliche Regeneration aller außer der widerstandsfähigsten Bäume und Sträucher der Sahelzone verhindert wird. Gleichzeitig malträtiert die Winderosion in der Trockenzeit den ungeschützten Boden. Zudem verhindert die jährliche Verbrennung von Feldfruchtrückständen zur Vorbereitung der Aussaat von Feldfrüchten die Rückführung von Nährstoffen in den sandigen, von Mineralien erschöpften Mutterboden. In der Wolof-Sprache verwenden Dorfbewohner häufig den Begriff „tote Böden“, um den sich verschlechternden Zustand der Bodenschädigung zu beschreiben. Die Pflanzenproduktion reicht oft nicht aus, um den Nahrungsbedarf einer Familie das ganze Jahr über zu decken. Infolgedessen wird die Armutsquote in der Region Kaffrine auf 64,8 % geschätzt. In Zusammenarbeit mit Trees for the Future (TREES) unterstützt tentree das Pflanzen von Bäumen in einem Netzwerk mit über fünfzig Dörfern in der Kaffrine-Region. Wir entwickeln profitable Agrarforstprojekte, die den Gemeinden vor Ort ihren Lebensunterhalt sichern und gleichzeitig vor Ort und weltweit der Umwelt zugute kommen. Nachdem die Bäume gepflanzt wurden, werden sie von den Einheimischen gepflegt und geschützt.

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